Vereinsgeschichte der Motorradfreunde Grunau e.V.Auf dieser Seite werden wir jetzt einmal Geschichtsunterricht für Fortgeschrittene machen. Also das war so: Früher (und wenn ich sage früher, dann meine ich die sogenannten "finstersten Ostzeiten") gab es eine Organsisation, die sich GST, also "Gesellschaft für Sport und Technik" nannte. Diese hatte eine Grundorganisation in Grunau, unweit von Hohenmölsen, in der Nähe von Weißenfels. Dort gab es neben gelegentlichen Wettkämpfen vor allem viel Spaß und an den Wochenenden viel Bier, Steaks und Lagerfeuer. Träume hatten wir damals alle. Einen Buggy bauen, große Motorräder und anderes. Was einem in den jungen Jahren so alles einfällt. Und da unser Buggy nicht fertig wurde (besser gesagt nie so richtig angefangen wurde) und wir von großen Motorrädern nur träumen konnten, blieb es bei viel Bier, Steaks und Lagerfeuer. Lagerfeuer, bis die große Birke dampfte, die sich direkt über der Feuerstelle befand... Ausflüge wurden auch recht häufig unternommen. Auf unseren Mopeds und Motorrädern (wie damals üblich mit nicht mehr als 250 cm³) fuhren wir zum Motocross in Teutschenthal, Pößneck, Triptis usw. Wir selbst unternahmen auch mal gern Aktionen in einem nahegelegenen Tagebau. Meist mit den Mopeds und Motorrädern der GST. Tradition war es bei uns, mit dem GST-LKW zum Schleizer Dreieckrennen zu fahren. Da war für 3 Tage ungeheuer viel Spaß und Action angesagt. Natürlich hatten wir extra einen Anhänger mit, da wir ja so viel Steaks, Roster und Bier nicht mehr auf dem LKW unterbringen konnten. Dann war 3 Tage Halligalli, bis es wieder nach Hause ging (wenn Interesse besteht, kann man da sicher noch einiges dazu schreiben). Naja, irgendwann kam die Wende. Alles wurde anders bei uns. Die GST gab es nicht mehr, da sie aufgelöst wurde. Uns wurde angeraten, einen eigenen Verein zu gründen und einem Motorsportverband beizutreten. Aus der GST wurde der MSC Grunau. Da die Versicherung für unsere Fahrzeuge zu teuer wurde, wurden sie nach und nach abgeschafft. Der Verein existierte zwar noch, aber so richtig Interesse hatte keiner an diesem. Bis eines Tages zwei Vereinsmitglieder, welche motorradverrückt waren, zusammen ein paar Bierchen tranken und sich dachten: "Dort unten ein Club, das wäre es..." Schnell wurde gehandelt. Die Schlüssel wurden organisiert und mit Noch-Mitgliedern sowie Ehemaligen gesprochen. Bald waren wir eine Truppe mit 4, bald mit 6 Mitgliedern. Wir unternahmen Touren mit unseren Motorrädern (welche nun auch etwas hubraumstärker waren) und fuhren diverse Motorradtreffen an. So kam es, daß ein Clubmitglied 1991 zum Sommerfest beim MSC Ludweiler war. 1992 fuhren wir am Himmelfahrtstag 600 km nach Ludweiler zum Motorradtreffen. Der Beginn einer immer noch fortwährenden, herzlichen Freundschaft. Irgendwann in dieser Zeit war es, daß sich in unserem Verein einige Leute einfanden, die Chopper fuhren, gern bei uns eingetreten wären, sich aber am Namen störten. "Motorradsportclub - das ist nichts für uns", so hieß es, "Chopper fahren hat ja nichts mit Sport zu tun". Nach einigen Diskussionen wurde beschlossen, daß wir uns ab sofort "Motorradfreunde Grunau e.V." nennen, denn wir wollten offen für alle Motorradinteressierten sein. Nachdem schon einige Frühlingsfeste und Motorradtreffen in Grunau in einer idyllischen Umgebung stattfanden (bei der regelmäßig das halbe Dorf anwesend war), musste unser Ort schließlich der Kohle weichen. Auch unser Vereinsgebäude sollte nicht bestehen bleiben. Dank des Einsatzes der Gemeinde sowie der Stadt Hohenmölsen für uns bekamen wir ein neues Vereinsgebäude in der Hohenmölsener Aue, in welchem wir auch heute noch unser Domizil haben. Unser Motorradtreffen fand ab sofort in der Nähe unseres neuen Domizils auf einer Wiese statt. Da irdgendwann diese Wiese den Baumaßnahmen für einen neuen Sportplatz weichen musste, brauchten wir ein Ausweichquartier für unser Bikertreffen. Dieses fanden wir nach einiger Suche am Mondsee bei Hohenmölsen, und alle, die uns seitdem dort besuchen, werden bestätigen können: Grunau Beach ist super! So, das sollte genug sein der Rederei. Jetzt hat ein jeder einen groben Einblick in die Geschichte unseres Vereines. Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass unser Verein seit Jahren immer so um die 20 Mitglieder zählt. Inklusive natürlich auch einiger Nichtmitglieder, welche sich auch mit am Vereinsleben beteiligen. |